SVM müht sich unnötig nach starkem Beginn

SV Mönchstockheim – SG Frankenwinheim/Schallfeld/Lülsfeld II 3:2 (2:2)

Der SVM konnte im dritten Spiel der Saison nach den derben Auftaktniederlagen den ersten Dreier gegen die Zweitvertretung der SG Frankenwinheim, Schallfeld und Lülsfeld einfahren.
Dabei tat machte man sich das Leben selbst unnötig schwer, da man nach dem 2:0 das Spielen einstellte und dann sogar die letzten 30 Minuten der Partie mit einem Mann weniger zu Werke gehen musste.
Der SVM kam zum Beginn des Spiels im Grunde perfekt eingestellt aus der Kabine. Man legte los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer heute als Sieger vom Platz gehen will. Die SG versuchte sich zwar über schnelle Gegenangriffe, blieb aber in der gut gestaffelten SV Defensive hängen. Und der SVM erspielte sich gerade in den ersten 20 Minuten Chance um Chance. Und gleich zwei Mal durfte sich SV Goalgetter in die Torschützenliste eintragen. Ein perfekt vorgetragener Konter, nachdem man einen gegnerischen Eckball abgefangen hatte, netzte Keilholz final eiskalt ins linke untere Eck ein. Nur wenig später schickte Brendler seinen Teamkollegen auf die Reise, der zwar erst noch am Keeper scheiterte, doch im Nachsetzen einfach energischer war und zum 2:0 einnetzte. Der SVM war wie im Rausch, denn weitere Gelegenheiten durch erneut Keilholz und Brendler blieben zu einer höheren Führung bereits zu diesem Zeitpunkt ungenutzt. Dann eine im Grunde harmlose Ecke der Gastmannschaft, die sich aber im Nachgang zu einem Wendepunkt des Spiels herauskristallisieren sollte. Am ersten Pfosten agierte Fuchs zu unentschlossen und ließ den Ball passieren, wo dann auch Brendler im Zentrum den einen Schritt zu spät kam und so stand es wie aus heiterem Himmel plötzlich 1:2.
Im Gegenzug verpasste es dann Sahlmüller nach toller Ball An- und Mitnahme am bereits geschlagenen Keeper einzuschieben und schoss den Gegner auf der Linie an.
Aber es war ein regelrechter Bruch im SV Spiel, womöglich weil man durch das Gegentor den Kopf zu arg mitspielen ließ. Keine klaren Aktionen mehr nach vorne, unnötige Zweikämpfe und Ballverluste. Und so war es dann auch folgerichtig, dass die Gäste zum Ausgleich kommen konnten. Nach desaströser Defensivarbeit stand der SG Angreifer am zweiten Pfosten blitzplank und netzte zum Ausgleich ein. Nur wenig später hätte die Heimelf über einen Elferpfiff nicht zu groß beschweren dürfen, doch die Pfeife des jungen Schiedsrichters blieb stumm.
Und vorne? Lief nur noch wenig bis gar nichts zusammen in der Folge der ersten Halbzeit, so dass es beim Remis zur Pause blieb.
Im zweiten Durchgang sah man direkt, dass der SVM gewillt war, seine ersten 20 Minuten zu wiederholen und man war durch Umstellungen wieder besser im Spiel.
Doch dann die 57. Minute, was erneut ein Nackenschlag sein sollte. Langer Ball aus der Defensive der SG auf deren pfeilschnellen Spitzen. Kober wurde von seinem Gegenspieler regelwidrig geschoben, doch der Schiri ließ laufen und lie somit auch den SG Angreifer alleine weiterlaufen, so dass Kurz sich nur durch ein Foul zu helfen wusste. Als letzter Mann die dann logische Konsequenz – Feldverweis und die Heimelf war fortan 30 Minuten in Unterzahl.
Dann kurze Schnappatmung, da der auf die Notbremse folgende Freistoß an den Pfosten klatschte, dann aber geklärt werden konnte. Doch in der Folge sah man dennoch nicht, dass der SVM in Unterzahl und mit einem Mann weniger auf dem Platz war. Die Gäste wussten mit ihrer numersichen Überzahl wenig anzufangen und der SVM erspielte sich sogar ein Übergewicht – vor allem an guten Torgelegenheiten, die aber oftmals zu überhastet abgeschlossen wurden. Doch er sollte fallen – der erlösende Treffer. Erneut Keilholz fasste sich ein Herz und katapultierte den Freistoß aus gut 25 Metern in die Maschen zur erneuten Führung. Dann ließ man aber wiederum beste Möglichkeiten ungenutzt, um dem Spiel eine Entscheidung zu geben.
Sowohl Keilholz, wie auch Brendler und Schmitt ließen beste Konter ungenutzt und den Gegner somit „am Leben“.
Doch der SVM brachte den Spielstand im Verbund über die Zeit, wenngleich auch die SG nur noch einmal so richtig gefährlich vor Bördlein auftauchte.
Dem viel umjubelten Schlusspfiff gingen noch zwei weitere Ampelkarten – jeweils eine für jede Mannschaft – aufgrund taktischer Fouls voraus, die aber nicht mehr spielentscheidend gewesen sind.
Bereits am Dienstag, also morgen geht es für den SVM gegen die SG Lindach/Kolitzheim weiter. Eine weitere Energieleistung wird auch hier von Nöten sein, um Punkte zu Hause zu behalten.

Kader: Bördlein – Kober C., Kuklev, Fuchs, Sahlmüller – Brendler J., Brendler N., Schmitt, Hörr – Keilholz Eingewechselt: Kurz, Barth

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