TSV Geiselwind – SV Mönchstockheim 4:3 (1:2)
Eine solche Leistung war, nach der eher überschaubaren Vorbereitung, so nicht unbedingt zu erwarten, doch nach einer derart langen Winterpause mit sämtlichen Wetterkapriolen macht es dann auch für eigentlich favorisierte Tabellenführer ungewiss, wie man aus der Pause kommt.
Der SVM wusste über die gesamte Spieldauer eigentlich zu überzeugen, hatte aber am Ende wohl das Nachsehen, weil der langjährige Spielertrainer und Größenprimus Ivo Königer der eher klein gewachsenen SV Defensive um einiges überlegen war.
Doch der SVM war erst mal die bessere Elf auf dem Platz, schob gewollt die Räume eng und wollte schnell nach vorne Nadelstiche setzen. So war es Brendler der zuerst zum Abschluss gelang, doch zu harmlos war. Hinten stand die Defensive sehr stabil und warf alles rein. Gerade der neue Mann beim SVM – Jonathan Knetzger – wusste auf ihm unbekannter RV Position durchaus zu überzeugen. Im Zentrum war man zwar manchmal etwas luftig unterwegs, aber dann war immer gleich Hilfe eines Mitspielers parat. So musste Keeper Barth nicht wirklich eingreifen, ebenfalls lediglich ein Fernschuss stand auf dem Chancenzettel. Die Gästeführung war dann freilich etwas aus dem Nichts und auch so nicht unbedingt vorhersehbar. Brendler ging einem eigentlich aussichtslosem Zuspiel dennoch energisch nach, irritierte wohl so den TSV Schlussmann, dass dieser ungenügend klärte und der nachgelaufene Keilholz schloss direkt ab. Auch der eingesprungene Brünner konnte den „Einschlag“ nicht mehr verhindern – 0:1.
Jedoch währte die Führung nicht all zu lange und Königer bewies erstmals Lufthoheit, legte auf Partner Brünner quer, der im Fallen an Barth vorbei zum Ausgleich trifft – 1:1.
Doch wiederum nur kurze Zeit später die erneute Gästeführung, diesmal nutzte Brendler eine kapitalen Aussetzer des Heimkeepers aus und schob final ins leere Tor ein.
Freilich war der Tabellenführer gewillt, noch vor der Pause auf Remis zu stellen, doch Barth und seine Vorderleute hielten den „Laden“ zusammen.
Im zweiten Durchgang wusste der SVM natürlich, dass der Primus kommen wird und auf zumindest den Ausgleich drängen wird. Und ja, es war wieder mal König der Lüfte Königer, der nach einem Eckenpottporie final dann im fünften Versuch erst die Latte traf, doch seinen eigenen Abpraller aus gefühlt 3Meter20 Höhe ins Eck köpfte.
Da konnte keiner der SV Verteidiger Paroli bieten. Als dann wenige Zeigerumdrehungen leider Fuzzi Kober einen seiner wenigen Fehler im Einschätzen des Balles unterlief, stand es 3:2 für den TSV durch Schuller, der am langen Pfosten auf den Fehler lauerte. Doch auch der SVM hätte seine Chancen haben können, doch oft ließ der finale Pass auf sich warten, oder der Platz half dem TSV Verteitiger beim verhindern von Chancen….
Als der SVM dann nochmals alles nach vorne warf, auf Dreierkette umstellte, Oldie Kober nochmals brachte und mit zwei Stürmern agieren wollte, versetzte – na wer wohl – genau Königer dem SVM den „Todesstoß“. Leider mit Hilfe von Barth, der aufs Mauereck zu sehr spekulierte und den Königer-Freistoß im Torwarteck sah…..
Doch aufgeben liegt nicht in den Genen der Mauer Truppe. Denn in der wahnsinnig üppig einberaumten Nachspielzeit von sage und schreibe 3 Minuten (sorry lieber Herr Unparteiischer, aber das war schon frech ob der ganzen Unterbrechungen und gefallenen Tore……..) kam der SVM nochmals zum Anschlusstreffer. Kober ließ sich gekonnt elfmeterreif foulen und Mauer verwandelte, doch leider zu spät……Weiß nicht, aber am Ende fühlte es sich nicht unbedingt gerecht an, sicherlich wäre eine Punkteteilung ob der allgemeinen Ausgeglichenheit nicht unverdient gewesen, denn außer den Treffern an sich, hatte auch Geiselwind wenige zusätzliche Chancen.Der SVM selbst, kann auf der gezeigten Leistung sicherlich aufbauen, hat nun aber erst mal wieder Pause..An dieser Stelle noch gute Besserung an TSV Urgetein Robert Opremczak, der sich möglicherweise schwerer an den Bändern verletzt zu haben scheint – OHNE Fremdeinwirkung sei gesagt…..
SV Mönchstockheim: Barth J., Knetzger, Sahlmüller L., Hörr, Kober C., Brendler N., Barth S., Brendler J., Berthel, Keilholz, Kober / Kurz, Reiss, Back, Werbinek D., Schendzielorz M. (65.), Mauer (31.)



